Ein sehr wichtiger Baustein der Energiewende sind Solarstromspeicher. Sie sind Helfer, um den Wechsel hin zu 100% Erneuerbare Energien zu beschleunigen. Sie sorgen  für  eine  effiziente,  preisgünstige  und  sichere Stromversorgung.

Ein Photovoltaik-Batteriespeicher sammelt den tagsüber erzeugten überschüssigen Solarstrom.  Wird aus tageszeitlichen oder wetterbedingten Gründen kein Strom aus der Photovoltaikanlage gewonnen,  kann der PV-Strom aus dem Speicher entnommen und genutzt werden. Dafür optimal geeignet sind elektrochemische Energiespeicher mit einem hohen Wirkungsgrad. Eine intelligente Ladeelektronik ist das Herzstück eines Solarstromspeichers. Die Ladeelektronik steuert den Stromfluss zwischen der PV-Anlage, dem Haushalt, dem Speicher und dem öffentlichen Stromnetz. Wenn die Solaranlage Strom erzeugt, wird zunächst der aktuelle Stromverbrauch im Haus gedeckt. Wenn die Eigenstromproduktion höher ist als der Bedarf –  zum Beispiel bei Ihrer Abwesenheit an Werktagen – wird die Solarbatterie aufgeladen. Erst wenn diese vollgeladen ist und der Stromverbrauch im Haus gedeckt ist, speist die Anlage den überschüssigen Strom ins Netz ein. Gegen die übliche Einspeisevergütung kann auch der Batteriespeicher den Solarstrom, der im Haushalt nicht verbraucht wird, ins Netz entladen.

Der Platzbedarf eines Solarstromspeichers ist überraschend gering. Bei einer Bauhöhe von z.B.  1,80m benötigt ein ca. 10 kWh großes Batteriekraftwerk in der Regel weniger als einen halben Quadratmeter Fläche. Daher lässt er sich zum Beispiel in der Ecke eines Kellerraums gut unterbringen.

Mit  selbst  erzeugtem  und  zwischengespeichertem Solarstrom behält man die Kontrolle über die  eigenen  Stromkosten  im  Haushalt  und  macht  sich damit unabhängiger von steigenden Preisen. Studien haben  ergeben,  dass  Batteriespeicher  den  solaren  Eigenverbrauch um mehr als die Hälfte steigern können – auf über 60 Prozent! Der solare Eigenverbrauch ist der Anteil erzeugten Solarstroms, der im Haushalt verbraucht wird.

Da die Solarstrom-Batteriespeicher viele Vorteile bieten, fördert  die  Bundesregierung  die  Batteriespeicher seit dem 1. Mai 2013 mit dem KfW-Programm 275 („Erneuerbare  Energien - Speicher“). Zum 1. März 2016 trat eine Novelle dieses Förderprogramms in Kraft. Damit wird der Kauf neuer Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen durch einen Tilgungszuschuss mit bis zu 500 Euro pro Kilowatt Solarstromleistung unterstützt (Stand: 1.3.2016). Diese Förderung gilt für PV-Anlagen,  die ab dem 1. Januar 2013 installiert wurden und die maximale Anlagenleistung von 30 kWp nicht übersteigt. Die genaue Förderhöhe können Sie auf dem Tilgungszuschussrechner der KfW selbst ausrechnen oder sich bei Ihrer Bank informieren.